Für alle
Sternenkinder
Ein Engel wird dich
tragen ,
aus dieser kalten
Welt .
Ein Engel wird dich
tragen ,
auch wenns uns nicht
gefällt .
Die Schmerzen sind
vorrüber ,
für dich , mein
Kindelein .
Zurück bleiben die
Lieben ,
du lässt uns nun
allein .
Ein Engel wird dich
tragen ,
fliegt mit dir zum
Herrn der Welt ,
Ein Engel wird dich
tragen ;
der HERR hat`s so
bestellt .

Mein Kind
Mein Kind - ich kenne
dein Gesicht - ohne je die Farbe deiner Augen
gesehen zu haben.
Ich spüre noch immer
Deine Berührungen - ohne das mich deine kleinen Hände
je gestreichelt
haben.
Ich sehe deinen
kleinen Mund vor mir - ohne daß ich ihn je Mama
sagen hörte.
Ich hielt dich in
meinem Arm - ohne dich je in den Schlaf gewiegt zu haben.
Ich habe dich geboren
- ohne dir Leben geschenkt zu haben...

Es weht der Wind…
Es weht der Wind ein
Blatt vom Baum,
von vielen Blättern
eines,
das eine Blatt man
merkt es kaum,
denn eines ist ja
keines.
Doch dieses eine
Blatt allein,
war Teil von unserm
Leben.
Drum wird dies Blatt
allein
uns immer wieder
fehlen.

Steh’ nicht weinend
an meinem Grab
Steh' nicht weinend
an meinem Grab,
ich bin nicht dort
unten,
ich schlafe nicht.
Ich bin tausend
Winde, die weh'n,
ich bin das Glitzern
der Sonne im Schnee,
ich bin das
Sonnenlicht auf reifem Korn,
ich bin der sanfte Regen
im Herbst.
Wenn Du erwachst in
der Morgenfrühe
bin ich das schnelle
Aufsteigen der Vögel
im kreisenden Flug.
Ich bin das sanfte
Sternenlicht in der Nacht.
Steh' nicht weinend
an meinem Grab,
ich bin nicht dort
unten,
ich schlafe nicht.

Wo bist Du ?
Wo bist Du?
frage ich das kleine
Licht
Hier bin ich!
Mama spürst Du mich
nicht?
Ich spüre Dich,
doch sehe ich Dich
nicht
entgegne ich dem
Licht
und höre, wie es
spricht:
Es zählt nicht, was Du
siehst oder nicht,
wichtig ist nur, Du
spürst mein Licht-
in dir, Mama, nicht
äußerlich!
Ich spüre Dich
deutlich,
innerlich.
Zum Greifen nah,fehlt
nur ein Stück.
Zum richtigen Glück.
Warum bist Du
gegangen, mein kleines Licht,
so traurig bin ich,
ohne Dich!
Ach Mama
so weine doch nicht,
Ich bin in Sicht,
schließe Deine Augen
und fühle mich
ich bin ganz nah.
Warum? Ich wieder
frag,
warum nur gehst Du,
kleines Licht,
läßt mich im Stich,
Ich liebte Dich!
So lieb mich weiter,
ich bin doch da!
Warum, ist alles, was
aus mir spricht,
und so erklärt mir
das kleine Licht:
Nicht traurig sein
Mama,
ich liebe Dich.
Der kleine Körper, ich
besaß,
der wollte nicht,
hinderte mich zu
werden,
was ich werden
wollte,
Dein gesundes kleines
Licht.
Nie wollte ich Dich
verlassen,
doch mußte ich,
wollt doch nicht
krank sein, Mama,
verstehst Du mich?
Schmerzlich erkläre
ich dem Licht,
am Verstehen
scheitert es nicht,
nur tut es so weh.
Meine Mama,
so weine nicht,
Zeit vergeht,
bald bin ich wieder
in Sicht!
Kämpfe für mich!
Ich brauche Dich!
Ich liebe Dich!!
Mein süßes kleines Licht,
wie kann ich um Dich
kämpfen,
Du bist doch schon
tot.
Nein Mama,
nicht tot bin ich.
Nur Zeit brauch ich,
ein bißchen nur,
ich bitte
Dich,empfange mich,
gleich herzlich wie
beim ersten Mal!!
Wie anders außer
herzlich könnt ich Dich empfangen,
Du süßes Licht,
sehnsüchtig erwart
ich Dich!
Also dann Mama,
nicht traurig sein!
Erwarte mich,
bald bin ich Dein.
Mein Licht soll
strahlen,
richtig hell,
so das Du nie den Mut
verlierst,
tot ist nicht mein
Lebenslicht,
nur der Körper mußte
gehen.
Ich bin bei Dir, Ich
leuchte Dir,
niemals mehr sollst
Du trauern um mich-
es gibt keinen Grund.
Du wartest auf mich
und ich auf Dich!!
Ich liebe Dich!!

In manchen Nächten
In manchen Nächten
liege ich wach
Kann nicht schlafen,
denke nach...
Wie hättest Du wohl
ausgesehen?
Wann hattest Du
gelernt zu gehen?
Wärst sicher
fröhlich, hättest viel gelacht,
Mit Mama geschmust
und ihr Freude gemacht!
All das wird leider
nie geschehen;
Du musstest leise von
uns gehen.
Und doch - Du bist
nicht wirklich fort!
Wohnst nur an einem
anderen Ort.
Ich weiß, Du bist
jetzt nicht allein!
Spielst mit den
andern Kinderlein...
In allen Nächten
denke ich:
Mein Sternenkind, ich
liebe Dich!
In meinem Herz ist
immer Platz
Für Dich, geliebter
kleiner Schatz

STERNENELTERN........
Sterneneltern heißen
wir,
denn unser Kind
verloren wir.
Viel zu früh ist es
gegangen,
kaum das sein Leben
angefangen....
Wie alt es war? Das
ist nicht wichtig!
Wie groß, wie schwer
- auch das ist nichtig!
Es war unser
geliebtes Kind
und bleibt`s, bis wir
gegangen sind.....
Wißt, wir spüren
stets die Schmerzen.
Die Wunde klafft in
unseren Herzen.
Drum sagt nichts von
den schlimmen Dingen,
die dolchesstoßgleich
ins Herz uns dringen.
Ihr seit noch jung
könnt andre haben
und Euch an Kinderlachen
laben!
So lang ist`s her,
seit es geschehen-
Ihr müßt nun endlich
vorwärts sehen........
Schweigt lieber,
statt sowas zu sagen.
Das hilft uns nicht
in Tausend Tagen,
auch wenn es von Euch
gut gedacht,
weil ihr Euch um uns
Sorgen macht.....
Glaubt uns, könnt
ihr`s auch nicht ermessen-
wir werden es niemals
vergessen!
Es totzuschweigen
schmerzt uns sehr,
vergrößert unser Leid
noch mehr.......
Wollt ihr uns echte
Hilfe bringen,
laßt seinen Namen
hell erklingen!
Laßt uns reden, helft
uns trauern,
reißt mit uns ein die
Schweigemauern........
